Kraftwerksstrategie und Gas Ihre Energiepolitik legt einen Fokus auf wasserstofffähige Gaskraftwerke, was auf Kritik von Umweltschützern und Teilen der Wirtschaft stößt. Die ursprünglichen Gesetzespläne zum Bau neuer Gaskraftwerke sollen nach Protesten von Energieunternehmen und Bundesländern zugunsten der Nord- und Ostländer geändert werden. Kritiker werfen ihr deshalb eine zu große Nähe zur Gaslobby vor.
Netzausbau Ihr \’Netzpaket 2026\‘ zur Koordinierung des Ausbaus erneuerbarer Energien und der Netzinfrastruktur wird von Kritikern als potenzielle Bremse der Energiewende gesehen. Auch die Erneuerbaren-Branche zeigte sich bei einem Treffen mit dem Ministerium kritisch, der Windenergie-Verband skizzierte Alternativen. Zudem sollen Stromtrassen künftig wieder verstärkt als Freileitungen statt Erdkabel gebaut werden.
Versorgungssicherheit / Kapazitätsmarkt Laut aktuellen Pressemitteilungen des Ministeriums (Stand Mitte Juli 2026) gilt ein neuer Kapazitätsmarkt als Meilenstein zur künftigen Absicherung der Stromversorgung.
Gebäudeenergie / Heizungsgesetz Im März 2026 verteidigte Reiche eine Reform des Heizungsgesetzes. Anfang Juli 2026 legte das Ministerium zudem eine Reform der Gebäudeförderung vor, nachdem das Bundesverfassungsgericht zum Gebäudemodernisierungsgesetz geurteilt hatte.
Marktorientierung statt Steuerung Im September 2025 stellte Reiche einen von ihrem Ministerium in Auftrag gegebenen Monitoringbericht zur Energiewende sowie ein 10-Punkte-Programm vor, das energiepolitische Entscheidungen stärker an Marktmechanismen ausrichten soll. Klimaschützer sowie Unternehmen aus der Mobilitäts- und Erneuerbare-Energien-Branche kritisierten, die Pläne würden den Bedarf an Gaskraftwerken überhöht darstellen und dezentrale erneuerbare Technologien vernachlässigen.
Atomkraft Reiche zieht eine Rückkehr zur Kernenergie in Betracht, insbesondere Small Modular Reactors (SMRs) – ein Kurswechsel gegenüber der bisherigen Ausstiegslinie.